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Sturmflutmuseum, Gedenkgarten und Eiszapfenausstellung

Tauchen Sie ein in die Geschichte und erleben Sie ein dramatisches Kapitel der dänischen Vergangenheit im Sturmflutmuseum auf Lolland. Hier werden die Ereignisse vom 13. November 1872 wieder zum Leben erweckt als eine schreckliche Sturmflut Tod und Zerstörung hinterließ.

Gloslunde Præstegård, ein idyllisches Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert, beherbergt eine kleine, aber informative Ausstellung und einen kleinen Friedhof, der in einen Gedenkgarten für die Opfer der Sturmflut umgewandelt wird.


An einem besonders verhängnisvollen Tag, dem 13. November 1872, stieg das Wasser zu einer riesigen Flutwelle an, und 81 Menschen verloren auf Lolland und Falster ihr Leben, während zahlreiche Schiffe in der Ostsee und im Sund Schiffbruch erlitten.


Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Katastrophe, bei der ein Sturm, unglückliche Windverschiebungen und zu niedrige Deiche in Verbindung mit schlechten Wohnverhältnissen auf den niedrigen Inseln im Rødby Fjord zu Tod und Zerstörung führten.

Aber die Geschichte hört nicht bei der Katastrophe auf. Wir erzählen auch die Geschichte des anschließenden Deichbaus und der Landgewinnung, die die wirtschaftliche Zukunft des Gebiets um die Jahrhundertwende prägten.

Das Hochwasser forderte in der Gemeinde Gloslunde 26 Menschenleben. Einundzwanzig der Opfer wurden gefunden - und sie sind alle auf dem Annek-Friedhof begraben, direkt gegenüber dem alten Pfarrhaus. Auf dem flachen Gedenkstein daneben hat der Künstler Thomas Kadziola die Namen der begrabenen Sturmflutopfer handgeschnitzt, wie sie im Kirchenbuch stehen.

 

Ausstellung über die Konstruktion von Eiszapfen

Im Pfarrhaus befindet sich eine weitere Ausstellung. Nämlich Erland Nielsens Eiszapfenkonstruktion.
Erland Nielsen war ein hart arbeitender Mann. Er war ein Bauer aus dem flachen Auenland und baute 30 Jahre lang Häuser, Windmühlen, Züge, Dreschmaschinen usw. aus Eisstielen. Im Stall des Pfarrhauses ist eine große Auswahl seiner Werke ausgestellt.

Erland und seine Familie sammelten weggeworfene Eisstiele und verwendeten sie zusammen mit anderen Materialien wie Holz und Plastik, um Modelle von lokalen Gebäuden und Maschinen zu bauen. Einige Gebäude basierten auf Erlands Erinnerungen, während andere aus Bildern und der Fantasie entstanden. Es gab auch Spielzeug, darunter Puppenhäuser und Spardosen.

Erlands kleiner Bauernhof wurde abgerissen. Aber der Eisstäbchenmacher bleibt als Zeugnis dafür, dass die Menschen einst Erfüllung und Stolz darin fanden, aus weggeworfenen Materialien Werke zu schaffen.

 

Das Museum und die Ausstellung sind in den Sommermonaten täglich geöffnet. Die genauen Zeiten finden Sie auf der Website von für die genauen Zeiten.