Jan 30, 2026
Dänemark prüft Anerkennung von Gastronomie als Kunstform
Dänemarks Kulturministerium prüft die offizielle Anerkennung von Gastronomie als Kunstform.

Dänemarks Kulturministerium prüft die offizielle Anerkennung von Gastronomie als Kunstform. Dies gab Dänemarks Kulturminister Jakob Engel-Schmidt heute auf dem internationalen Gastronomiesymposium Convergence in Kopenhagen bekannt. Diese Initiative markiert einen Paradigmenwechsel im Verständnis von Gastronomie – weg vom reinen Handwerk hin zu einer kulturellen und künstlerischen Disziplin. Die Ankündigung erfolgte vor 60 der weltweit führenden Köche und über 1.200 internationalen und dänischen Gästen und unterstreicht Dänemarks wachsende Rolle als Innovationszentrum an der Schnittstelle von Essen, Kultur und Kreativität.
Die Anerkennung von Gastronomie als Kunstform wäre ein historischer Schritt in der dänischen Kulturpolitik. „Wenn wir Gastronomie auf höchstem Niveau erleben, ist sie weit mehr als nur Essen. Sie ist Kunst. Dänemark ist ein wahres Füllhorn an Weltklasse-Gastronomie. Deshalb ist es sinnvoll zu prüfen, ob wir Gastronomie als das anerkennen können, was sie ist: eine Kunstform“, so Kulturminister Jakob Engel-Schmidt.
Gastronomie als kulturelle Attraktion
Dänemark ist international seit Langem für seine kulinarischen Innovationen bekannt: Mit dem New Nordic Kitchen-Manifesto prägte es einst das globale kulinarische Denken, heute verzeichnet das kleine Land die meisten Michelin-Sterne-Restaurants der nordischen Länder. Eine der treibenden Kräfte in der dänischen Gastronomie-Landschaft ist aktuell Küchenchef Rasmus Munk, Gründer des Kopenhagener Sterne-Restaurants Alchemist und der Convergence, einem Symposium und Koch-Event, das Köche, Denker und Kulturschaffende zusammenbringt, um die umfassendere Rolle der Gastronomie in der Gesellschaft zu erörtern. „In den vergangenen fünf Jahren habe ich gezielt an der Entwicklung einer neuen kulinarischen Sprache gearbeitet, mit dem Ziel, dass Gastronomie eines Tages als eigenständige Kunstform anerkannt wird. Ich freue mich sehr über die heutige Nachricht und bin zutiefst dankbar dafür; sie ist ein wichtiger Meilenstein für mich. Was heute noch als Nische und Avantgarde erscheint, wird sich mit der Zeit verbreiten und die gesamte Gesellschaft beeinflussen. Dänemark hat der Welt bereits gezeigt, was Gastronomie sein kann. Jetzt geht es darum, Raum für Experimente und Talentförderung zu schaffen, so wie wir dies auch für andere Kunstformen tun“, so Rasmus Munk.
Gastronomie als Kunst zu betrachten, bedeutet nicht Exklusivität, sondern kulturelle Entwicklung, geleitet von der Idee, dass breitere kulturelle Bewegungen oft aus spezialisierten und experimentellen Umfeldern hervorgehen. „Ich glaube, dass Essen durch Intention, Transformation, Kommunikation und Kontext zu Kunst werden kann. Eine der größten Herausforderungen für Köche, die heute die Grenzen der Gastronomie erweitern, besteht darin, dass Gastronomie – unabhängig von Niveau oder Ambition – als Handwerk gilt und somit kommerziellen Rahmenbedingungen unterliegt. Unter diesen Bedingungen ist es schwierig, Gastronomie als künstlerische Disziplin zu begreifen, die Forschung und tiefgründige Auseinandersetzung erfordert. Würde Gastronomie als Kunstform anerkannt und gefördert, könnten kreative Köche auf einem anderen Niveau arbeiten, und gleichzeitig wären die Ergebnisse für die Öffentlichkeit viel zugänglicher“, sagt Rasmus Munk.
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