Tuse Kirche – Spätgotische Verkündigungsmalereien
Die Tuse Kirke nördlich von Holbæk verbirgt spätgotische Kalkmalereien aus dem 15. Jahrhundert hinter ihren weißgetünchten Mauern. Die romanische Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert liegt malerisch in der hügeligen Landschaft Richtung Tuse Næs und bietet 800 Jahre Geschichte, dramatischen Lichteinfall und eine Atmosphäre, die Eindruck hinterlässt.

Tuse Kirke bei Holbæk – mittelalterliche Feldsteinkirche mit einzigartigen Kalkmalereien
Nördlich von Holbæk, wo der Tuse Byvej sich durch die hügelige Moränenlandschaft in Richtung der Halbinsel Tuse Næs schlängelt, erhebt sich die Tuse Kirke als weißgetünchtes Wahrzeichen über dem alten Dorf. Die Kirche hat ihre Wurzeln im 13. Jahrhundert und beherbergt einige der faszinierendsten Kalkmalereien Nordwestseelands – ein Kunstschatz, der sie zu einem lohnenden Ziel für alle Kulturinteressierten macht.
Eine Kirche mit 800 Jahren Geschichte
Die ältesten Teile der Tuse Kirke – der Chor und das Kirchenschiff – wurden in der romanischen Periode um 1200 aus Feldsteinen und Tuffstein errichtet. Im Spätmittelalter kamen ein Waffenhaus und ein markanter Turm hinzu, wobei der Turm auf die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts datiert wird. Eine kleine Kapelle westlich der Kirche wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ergänzt.
Die Gewölbe in Chor und Schiff stammen aus dem Spätmittelalter, und im Zusammenhang mit dem Gewölbebau entstanden die berühmten Kalkmalereien der Kirche. Die zwei Joche des Kirchenschiffs werden auf die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts datiert. Die Kirche hat eine bewegte Besitzgeschichte hinter sich – sie wurde 1802 auf einer öffentlichen Auktion an Kammerherr Castenskjold auf Hagestedgaard verkauft und ging später an die Baronie Løvenborg über, bevor sie eigenständig wurde.
Die Kalkmalereien – ein Fenster ins Mittelalter
Es sind vor allem die Kalkmalereien, die die Tuse Kirke zu etwas ganz Besonderem machen. Die Malereien wurden 1890 wiederentdeckt und freigelegt, nachdem sie jahrhundertelang unter Kalkschichten verborgen gewesen waren. Die spätgotischen Verkündigungsmalereien erzählen biblische Geschichten in lebhaften Farben und mit einem Detailreichtum, der einen seltenen Einblick in die mittelalterliche Bilderwelt gewährt. Für Kinder kann es eine spannende Schatzsuche sein, die verschiedenen Figuren und Szenen an den Gewölben zu entdecken.
Heute präsentiert sich die Kirche weißgetüncht mit roten Dachziegeln von 1978, und im Turm ist das ursprüngliche Eichenholz-Dachwerk erhalten. Die einseitige Beleuchtung durch die Südfenster aus dem frühen 20. Jahrhundert verleiht dem Raum eine besondere Atmosphäre – das Licht fällt dramatisch auf die alten Mauern und hebt die Farben der Kalkmalereien hervor.
Die Landschaft um Tuse
Tuse liegt in einer der schönsten Landschaften der Kommune Holbæk, wo das hügelige Moränenterrain auf die flachen Wiesengebiete zum Fjord hin trifft. Von der Kirche aus ist es nicht weit zur Halbinsel Tuse Næs, die sich in den Holbæk Fjord erstreckt – mit kleinen Dörfern, Obstplantagen und Ausblicken über das Wasser zur Insel Orø. Die Gegend ist von Wanderwegen durchzogen, die die alten Dörfer verbinden und zu ruhigen Spaziergängen durch eine authentische dänische Kulturlandschaft einladen.
Die Stadt Holbæk liegt nur wenige Kilometer südlich und bietet Zugang zu den vielfältigen Möglichkeiten des Holbæk Fjords – vom Hafenleben der alten Handelsstadt bis hin zu Badestränden und Segelmöglichkeiten.
Erlebnisse in der Umgebung
Westseeland hat weit mehr zu bieten als die Sehenswürdigkeiten der Kirche selbst. Das Holbæk Museum erzählt von der Geschichte der Region, und die gemütliche Hafenpromenade lädt zum Bummeln ein. Tuse Næs ist bekannt für seine Hofläden mit lokalen Produkten, und vom Holbæk Hafen fährt die Fähre zur Insel Orø, wo man einen ganz anderen Rhythmus erleben kann. Die Tveje Merløse Kirke mit ihrem charakteristischen Doppelturm liegt nur eine kurze Autofahrt entfernt. Weitere Erlebnisse und Inspiration finden Sie auf destinationsjaelland.dk.
Kontaktinformationen
- Email: pihl@km.dk
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