Schloss Lerchenborg
Schloss Lerchenborg auf der Halbinsel Asnæs ist eine der am besten erhaltenen Barockanlagen Dänemarks, erbaut 1743-53 von General Christian Lerche. Erleben Sie die prächtigen Lindenalleen, den französischen Barockgarten und Rokoko-Interieurs, die schon H.C. Andersen faszinierten.

Barockjuwel auf der Halbinsel Asnæs
Schloss Lerchenborg liegt auf der Halbinsel Asnæs, wenige Kilometer südlich der Stadt Kalundborg in der Gemeinde Kalundborg. Das Schloss ist eine der am besten erhaltenen Barockanlagen Dänemarks und ein architektonisches Erlebnis, das die meisten Besucher sprachlos macht. Von den majestätischen Lindenalleen über den französischen Barockgarten bis hin zu den reich verzierten Rokoko-Innenräumen erzählen die Gebäude die Geschichte eines ehrgeizigen Generals, der sich vornahm, sein eigenes kleines Versailles in Westseeland zu schaffen.
General Lerches Traum in Stein und Kalk
Die Geschichte beginnt im Jahr 1742, als General Christian Lerche den bescheidenen Hof Østrupgård erwarb und beschloss, ihn in etwas weitaus Großartigeres zu verwandeln. Innerhalb eines Jahrzehnts, von 1743 bis 1753, errichtete er eine komplette Gutsanlage, in der Wirtschaftshof, Stallhof, Hauptgebäude und Garten über eine durchgehende Symmetrieachse miteinander verbunden wurden. Lerche war selbst tief in die Architektur eingebunden. Als Offizier hatte er ganz Europa bereist und die großen Barockpaläste in Italien, Frankreich und Deutschland gesehen. Unter seinen dänischen Offizierskameraden fand er Inspiration bei den führenden Architekten der Zeit — Thurah, Eigtved und Häusser waren alle Offiziere wie er selbst.
Barockarchitektur in seltener Vollständigkeit
Das Besondere an Lerchenborg ist die konsequente barocke Symmetrie, die die gesamte Anlage zusammenhält. Die Hauptachse verläuft vom Park im Osten durch den Garten und den zentral gelegenen Gartensaal des Hauptgebäudes, weiter durch den Ehrenhof, den Stallhof und hinaus zum Wirtschaftshof im Westen. Drei parallele Lindenalleen lenken den Blick zum Schloss, und der berühmte Lindenlaubengang — genannt „Das grüne Lerchenborg" — rahmt den Parterre-Garten mit Bogenheckenwänden, Fenstern, Torbögen und Pavillons aus geschnittenem Lindenlaub ein. Es ist Landschaftsarchitektur von Weltklasse, geschaffen vom französischen Gartenarchitekten Jean-Baptiste de Longueville, der 1747 nach Lerchenborg kam und gemeinsam mit dem General den Garten anlegte, wie er noch heute zu sehen ist.
Rokoko hinter Barockfassaden
Während das Äußere des Schlosses reiner Barock ist, bergen die Innenräume eines der schönsten Rokoko-Interieurs Dänemarks. Im Hauptflügel liegen Wohn- und Festsäle en filade zur Gartenseite hin — also in einer Reihe entlang der Außenwände, sodass man durch die hohen Fenster von einem Ende des Gebäudes zum anderen blicken kann. Der Rittersaal im südlichen Seitenflügel ist ein besonderes Highlight mit weißen Stuckreliefs an Wänden und gewölbter Decke sowie Grisaille-Malereien mit Szenen aus Ovids Metamorphosen. Die Farben variieren von Raum zu Raum in Nuancen von Grün, Weiß, Grau, Rot und Gold.
H.C. Andersens Märchenschloss
Lerchenborg hat auch eine literarische Verbindung. H.C. Andersen besuchte das Schloss im Jahr 1862 und erlebte die prächtigen Säle, die mit ihrer märchenhaften Ausstattung seine Fantasie angeregt haben müssen. Heute lebt die neunte Generation der Familie Lerche noch immer auf dem Schloss, und die Gebäude stehen unter Denkmalschutz als einzigartiges Zeugnis dänischer Barockarchitektur.
Erlebnisse in und um Kalundborg
Die Region Kalundborg bietet weit mehr als Lerchenborg. Die Stadt selbst besitzt die ikonische fünftürmige Kirche Vor Frue Kirke und einen charmanten mittelalterlichen Stadtkern. Auf der Halbinsel Røsnæs findet man dramatische Küstenklippen und fantastische Wanderwege. Die Gegend um den Tissø-See und Fugledegård birgt Wikinger- und Eisenzeitgeschichte, und die hügelige Landschaft Westseelands mit Feldern, Wäldern und Fjordküste lädt zu langen Entdeckungstouren ein. Weitere Erlebnisse finden Sie auf destinationsjaelland.dk.
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