Markierung - die erste Albani-Kirche
Auf dem Albani Torv liegt eines der dramatischsten Kapitel der Odenseer Geschichte direkt unter deinen Füßen. Hier stand die Sankt-Albani-Kirche, die erste Domkirche der Stadt, und hier wurde Knut der Heilige im Jahr 1086 getötet. Heute zeigen Markierungen im Pflaster, wo die Kirche einst stand und wo sich die Ereignisse abspielten – mitten in der modernen Stadt.

Mitten in der dänischen Geschichte
Wenn ich auf dem Albani Torv stehe, denke ich daran, dass ich mitten in der dänischen Geschichte stehe. Hier befand sich eine der ersten Kirchen des Landes, und die Spuren des fast 1.000 Jahre alten Gebäudes liegen noch heute nur wenige Meter unter dem Pflaster.
Du kannst die Spuren an den Eisenringen erkennen, die zeigen, wo einst die Holzpfosten der Kirche standen. Hier wurde auch der dänische König Knut von aufständischen Adligen getötet.
Später wurde Knut der Heilige jedes Jahr am 10. Juli mit Märkten und Prozessionen durch die Straßen der Stadt gefeiert. Kannst du es dir vorstellen?
Kirstine Haase, Forschungsleiterin
Odenses erste Domkirche
Die Sankt-Albani-Kirche wurde um das Jahr 1000 als Holzkirche errichtet und war ein wichtiger Teil des frühen christlichen Odense. Archäologische Funde zeigen, dass sie bereits im 11. Jahrhundert als Domkirche diente. Rund um die Kirche lag ein großer Friedhof.
Am 10. Juli 1086 suchte Knut der Heilige während eines Aufstands gegen seine Herrschaft Zuflucht in der Kirche. Historischen Quellen zufolge wurde er vor dem Altar getötet. Wenige Jahre später wurde er heiliggesprochen, und sein Grab machte Odense zu einem wichtigen Pilgerziel. Ganz in der Nähe entstand später die Sankt-Knuds-Kirche – der heutige Dom zu Odense.
Die Spuren liegen noch immer unter dem Platz
Die Holzkirche ist längst verschwunden, doch ihr Standort lässt sich auf dem Albani Torv noch heute nachvollziehen. Runde Markierungen im Pflaster zeigen, wo die Pfosten der Kirche einst standen, während ein Kreuz die Stelle kennzeichnet, an der Knut der Heilige der Überlieferung nach getötet wurde.
Eine quadratische Markierung zeigt außerdem die Lage eines Bischofsgrabs aus dem 11. Jahrhundert, das Archäologen bei Ausgrabungen im Jahr 2015 entdeckten.
Hier treffen die Geschichten von Glaube, Königsmacht und der Entstehung Odenses aufeinander. Unter dem Pflaster liegen Spuren des Übergangs von der Wikingerzeit zum Mittelalter – und der Menschen, die hier vor mehr als 1.000 Jahren lebten.
Das Drama liegt direkt unter deinen Füßen
Die Markierung der ursprünglichen Sankt-Albani-Kirche ist nur eine der Spuren des wikingerzeitlichen Odense. Folge der Wikingerroute weiter zu Königen, Kirchen, Gräbern und verborgenen Zeugnissen der Vergangenheit in der ganzen Stadt.
Entdecke die Wikingerroute und finde weitere Orte, an denen die Geschichte der Wikingerzeit im heutigen Odense noch immer spürbar ist.
Zuletzt aktualisiert von:VisitOdensejmjen@odense.dk






