Langdolmen im Bulbro Skov – Bodendenkmal
Zwei geschützte Langdolmen aus der Jungsteinzeit verbergen sich im Bulbro Wald östlich von Sorø. Der Wald gehörte einst dem Zisterzienserkloster Sorø, und die 5.000 Jahre alten Großsteingräber verleihen der Wanderung eine zusätzliche Dimension von Geschichte und Mystik.

Großsteingräber in einem mittelalterlichen Klosterwald
Direkt östlich der Stadt Sorø, versteckt zwischen Buchen und Waldboden im Bulbro Wald, liegen zwei geschützte Langdolmen aus der Jungsteinzeit. Die Dolmen gehören zu den ältesten von Menschen geschaffenen Konstruktionen in der Gemeinde Sorø und zeugen von einer Gesellschaft, die vor über 5.000 Jahren monumentale Grabanlagen in der seeländischen Landschaft errichtete. Sie zu finden erfordert etwas Geduld und einen Sinn für stille Entdeckungen — aber genau das macht den Besuch besonders.
Ein Wald mit Klosterwurzeln
Bulbro Wald ist kein gewöhnlicher Wald. Er gehört zur Gruppe der alten Klosterwälder, die im Mittelalter dem Zisterzienserkloster Sorø gehörten — einem der reichsten und einflussreichsten Klöster Nordeuropas. Die Mönche nutzten die Wälder für Holz, Brennholz und Jagd, und viele der großen Laubbäume können ihre Wurzeln bis in diese Zeit zurückverfolgen. Eine Wanderung durch den Bulbro Wald ist daher eine Reise durch mehrere Schichten dänischer Geschichte, von der bäuerlichen Steinzeit bis zum mittelalterlichen Klosterwesen.
Aufbau der Langdolmen
Der besser erhaltene der beiden Langdolmen im Bulbro Wald hatte ursprünglich 24 große Randsteine, die die Kantensteine des langoval geformten Hügels bildeten. Die eigentliche Grabkammer in der Mitte beherbergte die Toten und ihre Grabbeigaben — Flintwerkzeuge, Tongefäße und persönliche Gegenstände. Die Steine sind heute teilweise in den Waldboden eingesunken, aber die Form ist immer noch deutlich erkennbar, und die größten Steine ragen markant über das Gelände hinaus.
Monumentbauer der Jungsteinzeit
Die Langdolmen im Bulbro Wald stammen aus der frühen Jungsteinzeit, um 3500 v. Chr., als die ersten sesshaften Bauern begannen, Seeland ihren Stempel aufzudrücken. Die Großsteingräber waren nicht nur Grabstätten — sie waren Landschaftsmarkierungen, die Zugehörigkeit und Prestige signalisierten. Steine von mehreren Tonnen zu bewegen und aufzurichten erforderte die Organisation vieler Menschen und spiegelt eine Gesellschaft mit klaren Hierarchien und Ritualen rund um den Tod wider.
Wanderung im Bulbro Wald
Der Bulbro Wald ist von der Stadt Sorø aus über Waldwege erreichbar, die ihn mit der übrigen Seenlandschaft um den Sorø See und den Pedersborg See verbinden. Der Wald ist relativ klein und überschaubar, und die Langdolmen können bei einem kurzen Spaziergang erreicht werden. Kombinieren Sie den Ausflug mit einem Besuch bei der Pedersborg Kirche und der nahegelegenen Wallanlage, die nur wenige Kilometer nördlich liegt.
Erlebnisse in der Umgebung
Sorø ist eine der charmantesten Städte Mittseelands, und die Umgebung bietet eine Fülle von Erlebnissen für Natur- und Geschichtsliebhaber. Die Sorø Akademie und die Klosterkirche liegen in Gehweite vom Bulbro Wald, und die Seenlandschaft um Sorø See, Tuelsø und Pedersborg See lädt zu ausgedehnten Wanderungen mit Blick über blankes Wasser und alten Wald ein. Für noch mehr Erlebnisse in der Region besuchen Sie destinationsjaelland.dk und finden Sie Inspiration für Ihren nächsten Ausflug auf Westseeland.
Kontaktinformationen
- Email: soroekom@soroe.dk
- Phone: 57 87 60 00
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