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Kongsdal – Gut bei Mørkøv

Kongsdal bei Mørkøv ist ein denkmalgeschütztes Renaissance-Herrenhaus von 1598, das Königsmörder, Könige und einen der mächtigsten Politiker Dänemarks beherbergt hat. Erleben Sie den Burgplatz, den Treppenturm und die westseelandische Gutslandschaft.

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Destination Sjælland
Mørkøv, Westseeland
Schlösser & Herrensitze
Foto: Destination Sjælland

Ein Renaissance-Herrenhaus mit Königsmördern und Premierministern

Zwischen Undløse und Mørkøv in der Gemeinde Holbæk liegt Kongsdal auf seinem quadratischen Burgplatz, umgeben von wasserführenden Gräben und einer Landschaft, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Das dreiflügelige Hauptgebäude aus roten Klostersteinen erhebt sich hinter einem mit Kopfsteinpflaster versehenen Hof, und der achteckige Treppenturm mit Kupferhaube ragt über die Baumkronen als Wahrzeichen für alle, die auf der Mørkøvvej südlich von Holbæk unterwegs sind.

Vom Klostergut zum Adelssitz

Die Geschichte reicht bis in die 1170er Jahre zurück, als die Mönche des Klosters Sorø hier einen Wirtschaftshof betrieben. Bischof Absalon hatte das Land dem Kloster geschenkt, doch bereits 1205 tauschten die Mönche den Hof — damals Tygestrup genannt — mit der Hvide-Familie. Zu den bekanntesten Besitzern gehörte Marschall Stig Andersen, der der Überlieferung nach an der Ermordung von König Erik Klipping in Finderup im Jahr 1286 beteiligt war.

Peder Reedtz baut in der Renaissance

Das heutige Hauptgebäude wurde um 1598 von Peder Reedtz errichtet. Zunächst standen nur der Westflügel und die nächsten Joche des Nordflügels, aber in den folgenden Generationen kamen der Ostflügel, der Torturm und der Rest der Anlage hinzu. Die Steine stammten aus dem eigenen Ziegelwerk des Gutes.

Kongsdal erhält seinen Namen

Über 450 Jahre lang trug das Gut den Namen Tygestrup. Erst 1669, als der Besitzer das Herrenhaus an Frederik den Dritten übertrug, wechselte der Name zu Kongsdal. Der König behielt es jedoch nur kurz — bereits 1671 kehrte es in private Hände zurück. Aber der Name blieb und verleiht dem Gut bis heute einen königlichen Glanz.

Estrup und die große Restaurierung

1835 kaufte Hector Frederik Janson Estrup Kongsdal, und es war sein Sohn J.B.S. Estrup — Dänemarks am längsten amtierender Konseilspräsident von 1875 bis 1894 — der dem Ort seinen markanten Stempel aufdrückte. In den 1880er Jahren führte er eine umfassende Restaurierung aller drei Flügel durch.

Architektur und Atmosphäre

Kongsdal steht seit 1918 unter Denkmalschutz. Der Sockel aus behauenen Granitblöcken, die roten Dachziegel, elf Schornsteine im Dachfirst und Kupferdachrinnen verleihen dem Gebäude einen zeitlosen, herrschaftlichen Charakter. Im Inneren findet man den Rittersaal im Obergeschoss des Westflügels, französische Gobelins im Eckzimmer des Ostflügels, barocke Füllungstüren mit Messingschlössern und eine Eichenholz-Wendeltreppe im Turm.

Die Landschaft um Kongsdal

Das Gut liegt in der leicht hügeligen Moränenlandschaft zwischen Holbæk und Jyderup, wo Felder, Hecken und kleine Waldstücke eine ruhige westseelandische Idylle schaffen. In der Nähe findet man Åmosen — eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Nordeuropas — und das Brorfelde Observatorium mit seinem Planetenweg.

Erlebnisse in der Umgebung

Von Kongsdal ist es nicht weit nach Holbæk mit seiner mittelalterlichen Innenstadt und zum Bahnhof Mørkøv. Naturliebhaber können die vielen Wanderwege im Naturpark Åmosen erkunden. Für weitere Erlebnisse in Westseeland, besuchen Sie destinationsjaelland.dk und lassen Sie sich zu Ihrem nächsten Ausflug inspirieren.

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Kongsdalvej 5A

4440 Mørkøv

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