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Die Geschichte der Kellerschen Anstalten auf Livø

Besuchen Sie Livø und erleben Sie ein Stück dänischer Geschichte hautnah. Für 50 Jahre war Livø das Zuhause von Kriminellen, rebellischen Jugendlichen und geistig behinderten Menschen. Sie lebten Seite an Seite in den weißen Gebäuden auf der Insel und träumten von dem Land der Freiheit auf der anderen Seite des Fjords.

1911 wurde Livø von den Kellerschen Anstalten übernommen, der größten dänischen Einrichtung für Geistig Zurückgebliebene und Entwicklungsgestörte.

Die nächsten 50 Jahre hindurch wurde Livø als Gefängnisinsel genutzt, Kriminelle und Menschen mit Entwicklungsbehinderungen wurden hier her gebracht. Heutige Ärzte würden sie nicht als entwicklungsgestört bezeichnen, aber vor allem in den 1920er und 30er Jahren wurde befürchtet, dass diese Menschen Kinder in die Welt setzen.

Das Ziel der Kellerschen Anstalten auf Livø war also nicht nur, die Bewohner wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wenn die Bewohner die Insel verlassen sollten, unternahm die Institution alles, um zu verhindern, dass sich die Entlassenen fortpflanzen. Eine spätere Verlobung zum Beispiel konnte schnell eine erneute Einweisung nach Livø bedeuten.

 

Wenn Sie Livø heute besuchen, werden Sie also die Umgebung erleben, die Menschen einst viele Jahre lang ihr Zuhause nannten. Die weißen Gebäude mit roten Dachziegeln stammen aus der Zeit, als die Kellerschen Anstalten die Insel dominierten.