Stadtwanderung Kerteminde

Stadtwanderung in Kerteminde auf eigene Faust.

Der Ausgangspunkt der Stadtwanderung ist Tornøes Hotel, Strandgade.

An der Ecke von Langegade/Hindsholmvej steht eine Statue des dänischen Dichters Frederik Paludan-Müller (1809-1876), hat u.a. ”Adam Homo” geschrieben. Eine Gedenktafel befindet sich am Haus Langegade 2.

Langegade 5-7. Andresens Hof. Dieses interessante Handelshaus besteht aus Gebäuden der letzten fünf Jahrhunderte und wurde bis in den 1980'ern als Handelshaus genutzt.

Die Kerteminde Pfarrkirche liegt mitten auf dem Marktplatz und wurde 1476 im spätgotischen Stil umgebaut. Prospekte über die dreischifffige Kirche in Basilikaform gibt es im Kirchenvorraum, wo auch die Totenbahren der Schiffersargträgergilde (skipperligbærerlaug) stehen. Sie werden auch heute noch für Beerdigungen von Gildemitgliedern gebraucht. Die Gilde wurde 1737 gegründet.

Folgen Sie Langegade bis Paludan Müllers Platz und biegen Sie dann rechts in die Gasse Fiskerstræde in Richtung Lillestrand.

Der Lillestrand ist das ehemalige Fischerzentrum, wo heute die hübschesten Häuschen der Stadt stehen. In den Häusern in der Fiskergade zum Lillestrand hin wohnten früher fast ausschließlich Fischer.

Fiskergade 83. Der Kaufmann und Konsul E.B. Muus gründete die Seemannsstiftung 1880. Die Häuser dieser Stiftung wurden verwitweten Seeleuten oder ihren Hinterbliebenen zur Verfügung gestellt.

Bemerkenswert sind die alten, schönen Türen in der Fiskergade. Eine der kleinen Gassen von der Fiskergade aus trägt den äußerst ironischen Namen Avenue des Champs Elysées.

Rebslagergade. Früher befand sich hier eine Seilerei, daher der Name.

Vestergade 25. Gebaut 1694. Ursprünglich ein Handelshaus, später Pfarrhof und Brauerei. Seit 1950 Hauptquartier des Territorialheeres. Der damalige Pfarrer Johan Fredrik Hornemann wurde 1730 von seiner Frau und ihrem Liebhaber ermordet. Die beiden Mörder wurden 1732 hingerichtet und ihre Leichen aufs Rad geflochten.

Muusgården wurde in den 1820'ern gebaut und war bis Mitte der 1970'er Jahre Handelshaus. Skænkestuen (die Schankstube), ein Teil des Hofes, wurde 1829 gegründet und ist eine gemütliche Oase für Durstige.

Langegade 8. Farvergården, Fachwerkhaus aus dem Jahre 1630. Die Inschrift lautet: ”Im Namen Christi ließen Carsten Ifversøn und Anna Christoffersdatter dieses Haus anno 1630 aufführen”.

"Høkeren" in Trollegade, ein Gebäude aus dem 18. Jh., ist heute ein gemütlicher Museumsladen und ganz im Stil des frühen 19. Jahrhunderts gehalten.

Langegade 31. Ein attraktives Fachwerkhaus von 1690, heute ist eine Bank hier eingerichtet. Auf der Inschrift steht: "Ein Haus ohne die Furcht des Herren wird bald öde. 1690".

Auf der anderen Seite der Straße steht der Stadtbrunnen, der bis zum 18. Jahrhundert in Gebrauch war. Man hat ihn 1994 beim Umbau der Langegade entdeckt.

Langegade 37. Das Gebäude wurde 1805 als Schule erbaut, später lag aber hier eine Apotheke. Die Inschrift bedeutet: "Lehre, Einweihung, Medizin".

Überqueren Sie die Straße und besichtigen Sie Langegade 44C, 1780 erbaut.

Langegade 50 ist ein 1883 gebautes Handelshaus und die Geburtstätte des Künstlers Johannes Larsen.

Langegade 54. Antike Tür von 1796.

Das Loch in der Häuserreihe Ende Langegade stammt von der Eisenbahnstrecke Odense-Kerteminde-Martofte, die 1966 stillgelegt wurde.

Statue des dänischen konservativen Politikers John Christmas Møller, der 1942 nach England flüchtete.

Die Villa des Künstlers Johannes Larsen wurde 1901 gebaut und ist heute ein Museum. Svanemøllen wurde 1852 errichtet und ist die einzige noch erhaltene der drei ehemaligen Windmühlen auf Møllebakken (Mühlenhügel).

Das Fjord- und Beltcenter an der Hafenfront hat ein Unterwasserobservatorium, verschiedene Ausstellungen und einen Kiosk. Die Tümmler und Seehunde werden mehrmals am Tag vor Publikum gefüttert.

Geht man über Langebro in Richtung Dosseringen, steht rechts das Wahrzeichen Kertemindes, die Statue "Amanda", 1954 von Robert Lund-Jensen ausgeführt.

Dosseringen. Das Restaurant "Varmestuen" ist eine ehemalige Räucherei.

Neben dem guten Restaurant "Rudolf Mathis" liegt ein Anlegekai mit alten Segelschiffen, u.a. "Rylen", ein Beltboot, das das Expeditionsboot des Künstlers Johannes Larsen und Achton Friis' nach "De Danskes Øer" (”Die Inseln der Dänen”) gewesen ist.

Der Fischereihafen ist der größte Fünens. Die Fischauktion wird in der Fischhalle am Hafen veranstaltet.

Strandgade 3. Toldboden ist ein schönes, 1590 erbautes Steinhaus, das 1735 umgebaut wurde. Heute werden kunst- und kulturhistorische Ausstellungen im Haus gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Strandgade 2. Das Tornøes Hotel wird seit 1860 als Hotel bewirtschaftet.