Copenhagen sunset

Das unbekannte Kopenhagen

Foto: Martin Heiberg

Es gibt einige versteckte Oasen in Kopenhagen, die alle für eine kleine Atempause oder vielleicht ein nettes Picknick geeignet sind. Diese "Hidden gems" sind auch nicht so sehr von Touristen überlaufen, sondern echte Geheimtipps. Also pssssst, besser nicht weitersagen...

Versteckte Oasen der Großstadt

Besuchen Sie beispielsweise den Garten der Königlichen Bibliothek mitten in der Stadt im Schatten von Schloss Christiansborg. Hinter dem Designmuseum Danmark in der Bredgade liegt der Park Grønnegaard, in dem man sich bei einer Tasse Kaffee aus dem Museumscafé erholen kann. In Vesterbro können Sie den Park Skydebanehaven besuchen, ein etwas versteckter Park hinter einer hohen Mauer. In Østerbro liegt der Classens Have, ein öffentlich zugänglicher Park, der auf den ersten Blick auszusehen scheint wie ein privater Garten.

Abtauchen in die Unterwelt

Tief unter dem grünen Gras der Søndermarken in Frederiksberg können Sie auf alte unterirdische Wasserzisternen stoßen, in die kein Tageslicht gelangt. Cisternerne werden heute für Ausstellungen und Kunstinstallationen genutzt. Die riesigen Räumlichkeiten vermitteln ein ähnliches Gefühl wie eine mächtige Kathedrale oder dunkle Katakomben. Ein besonderes Erlebnis!

Sauna und Winterbad auf Refshaleøen

Auf Refshaleøen liegt das gemütliche Café La Banchina. Im Sommer können Sie mit einem Glas Wein und einem Snack auf dem Steg sitzen, aber für ein ganz besonderes Erlebnis sollten Sie mal im Winter hierher kommen. Dann können Sie dort nämlich Ihren Saunagang direkt mit einem erfrischenden Winterbad abschließen. Die Sauna ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet (auf Anfrage), bietet Platz für 8 Personen und kostet 40 DKK pro Person.

Attraktiver Wohnraum aus alter Zeit

Die vielen bunten Fassaden Kopenhagens können sogar die regnerischen Tage verschönern - und die sind nicht nur im alten Stadtzentrum zu finden! Besuchen Sie unbedingt die Wohngebiete Brumleby und die Reihenhaussiedlung Kartoffelrækkerne – wörtlich: Kartoffelreihen – in Østerbro. Beide ehemaligen Arbeitergebiete gehören heute zu den beliebtesten Wohnvierteln von Kopenhagen. Tipp: Nicht sehr weit entfernt und auch einen Besuch wert, ist die farbenfrohe Olufsgade. Diese Straße ist ganz besonders Instagram-freundlich!

Museen der anderen Art

Wenn Sie einige von Kopenhagens weniger überlaufenen Museen kennenlernen möchten, sollten Sie unbedingt das Medizinische Museum in der Bredgade besuchen. Hier wird die nicht selten makaber anmutende Geschichte der Medizin erläutert. Brauchen Sie ein bisschen mehr Action, sollten Sie nach Hvidovre fahren und das Zirkusmuseum besuchen, Nordeuropas größtes seiner Art.

Charmantes Christianshavn

In Christianhavn können Sie über gepflasterte Gassen und entlang des Kanals schlendern, farbenfrohe Fassaden fotografieren und charmante Hausboote erkunden. Hier finden Sie viele gemütliche Cafés (sogar auf dem Wasser) und Restaurants. Tipp: Steigen Sie auf den 90 Meter hohen Turm der Vor Frelsers Kirche und genießen Sie die tolle Aussicht über Kopenhagen.

Kopenhagens vergessene Festung

Besuchen Sie Kopenhagens „Westwall" – Vestvolden, eine fast 14 Kilometer lange und mehr als 100 Jahre alte Verteidigungsanlage zur Sicherung der Stadt. Die alte Militäranlage mit ihrer besonderen Natur hat sich in den letzten Jahren zu einem Erholungsgebiet mit einem umfassenden Angebot an Aktivitäten entwickelt.

Picknick auf einer ehemaligen Festungsanlage

Machen Sie einen Picknickausflug zu Kopenhagens alten Seefestungen, Flakfortet und Middelgrundsfortet. Beide liegen auf künstlich angelegten Inseln unweit der Insel Saltholm. Von hier aus hat man einen unvergesslichen Blick auf die Türme von Kopenhagen; eine Entdeckungstour in den historischen Gemäuern ist ebenfalls äußerst eindrücklich. Im Sommer verkehren täglich mehrere Fähren ab Nyhavn hinüber zu den Eilanden.

Alternatives Sightseeing

Unternehmen Sie eine Kajaktour durch Kanäle und Hafen der Stadt in Begleitung von professionellen Kajaktrainern – und erleben Sie Kopenhagen aus einer ganz neuen Perspektive. Die Touren werden individuell auf Sie angepasst und nach Können und Unternehmenslust geplant. 

Auf der Suche nach vergessenen Riesen

In den Wäldern außerhalb von Kopenhagen finden Sie sechs große Riesen, die vom Künstler Thomas Dambo aus recyceltem Holz und anderen Abfallmaterialien geschaffen wurden. Nicht nur Besucher, sondern auch Einheimische werden von den Riesen in die Wildnis entführt und entdecken so ganz neue Orte direkt "vor der eigenen Haustür".

Zu Besuch in einem der ältesten Geschäfte Kopenhagens

Perch’s Teehandel ist eines der ältesten Geschäfte Kopenhagens. Seit seiner Eröffnung 1835 hat es seinen Stil durchgehend bewahrt. Das Interieur ist original – gehalten in grünem Holz in englischem Kolonialstil. Ein Muss für all diejenigen, die Tradition und alten Charme lieben.

Friedhof mal anders

Wenn Ihr Weg nach Nørrebro führt, sollten Sie unbedingt auf dem alten Friedhof Assistens Kirkegaard vorbeischauen, der die grüne Lunge des Stadtteils ist. Hier kann man in Ruhe ein mitgebrachtes Lunchpaket genießen – in Gesellschaft von Größen wie Hans Christian Andersen und Søren Kirkegaard, die beide hier ihre letzten Ruhestätten haben.

Die kleinen Gärten in Frederiksberg

Wenn Sie Lust auf rustikales dänisches Essen und eine familiäre Atmosphäre haben, sollten Sie unbedingt De små haver - Die kleinen Gärten - in der Pile Allé in Frederiksberg kennenlernen. Diese klassischen Ausflugslokale entstanden im 19. Jahrhundert und wurden ursprünglich von Bediensteten des Schlosses Frederiksberg bewirtschaftet. So urdänisch wie hier zeigt sich Kopenhagen kaum noch – man stößt gemeinsam an, auf den Tischen liegen karierte Tischdecken und nicht selten wird sogar ein Lied angestimmt.