Kopenhagen bekommt einen neuen Stadtteil

Nordhavn: Größtes Stadtentwicklungsprojekt Nordeuropas / 18 Millionen Tonnen Gestein und Erde aufgeschüttet
Samstag, Mai 5, 2012

Dänemarks Hauptstadt bekommt einen neuen Stadtteil - und das im Stadtzentrum. An der Spitze des Nordhavn, bisher ein eher tristes Industriegebiet, wird noch in diesem Jahr damit begonnen, insgesamt 18 Millionen Tonnen Gestein und Erde in das Hafenbecken zu schütten. Der Anfang einer Entwicklung, an deren Ende im Jahr 2022 auf einer Fläche von 100 Hektar ein Stadtteil entstanden sein soll, in dem bis zu 100.000 Menschen leben und arbeiten sollen. Das Projekt, das nördlich an den Stadtteil Oesterbro anschließt, ist das zurzeit größte Stadtentwicklungsunternehmen Nordeuropas. Dieses Projekt macht Kopenhagen endgültig zum Wachstumsmotor Dänemarks, sagte Kopenhagens Oberbürgermeister Frank Jensen. 

   Das Erdreich für den neuen Stadtteil stammt unter anderem von Ausschachtungen für den neuen U-Bahn-Cityring. Verteilt auf eine ebene Fläche würde das Gestein ein Gebiet von der 41-fachen Größe des Kopenhagener Rathausplatzes bedecken, die Cheops-Pyramide würde vier Mal gefüllt werden können. Die dänische Hauptstadt wird nach Vollendung des Projektes um ein Prozent gewachsen sein. Jens Kramer Mikkelsen, Direktor von By&Havn, der verantwortlichen Projektgesellschaft, sagte, das Unternehmen sei das größte seiner Art in der Geschichte des Kopenhagener Hafens. 

   Die Stadterweiterung ist auch ökonomisch von großer Bedeutung für Kopenhagen. Mit diesem Projekt erreichen wir, dass Kreuzfahrtindustrie und Gewerbehafen nicht aus dem Stadtgebiet verlagert werden müssen, sagte Mikkelsen. Schon im nächsten Jahr soll der 1.100 Meter lange Kreuzfahrerkai, an dem zurzeit gearbeitet wird, eingeweiht werden. Nach dessen Fertigstellung können drei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig abgefertigt werden. 

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Info:

www.byoghavn.dk. Presse: Peter Presmann, By & Havn, pep@byoghavn.dk, Tel- +45 2116 6847