Stagsrode Wald

Foto: David Jervidal
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Naturgebiete
Addresse

Staksrodevej

7150 Barrit

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Der Wald von Staksrode wird auch „Der Strandwald mit Lehmfüßen“ genannt – und zwar aufgrund der großen Menge Lehm an den Böschungen zum Wasser hin, die den Mischwald zu einem der dramatischsten Küstenstrecken in Ostjütland machen.

Es ist der ganz besondere, fein gekörnte Lehm hier am Kleinen Belt, der dem Küstenwald seinen Namen verliehen hat. Dieser Lehm saugt bei starken Regenfällen und Tauwetter nämlich große Mengen Wasser auf und kann dann plötzlich zur Küste hin abrutschen. Dabei können riesige Bäume mitgerissen werden, die am Strand von Stenhøj liegen bleiben, der direkt unterhalb des Waldes liegt. Diese Erdrutsche haben terrassenförmige Plateaus im Wald geschaffen, die ein wahres Paradies für Botaniker sind – hier wachsen nämlich seltene Orchideen wie das Große Zweiblatt, Zweiblättrige Waldhyazinthe und Purpur-Knabenkraut, die nur an wenigen Orten in Dänemark zu finden sind. Alle Orchideen sind streng geschützt und dürfen weder gepflückt noch beschädigt werden.

In dem 218 Hektar großen Statsrode Skov gibt es drei markierte Wanderrouten, die auf der Karte in dieser Broschüre verzeichnet sind. Sie führen zu fantastischen Aussichtspunkten, Abhängen, Grabhügeln, dem Strand und sogar zur Ruine der mittelalterlichen Burg Stagsevold. Im Wald gibt es auch Feuerstellen, primitive Zeltplätze und eine Shelter-Hütte, alle mit wunderbarer Aussicht über den Fjord von Vejle. Parkmöglichkeiten sind gegenüber von Stenhøj Strand vorhanden. Die Wege im Wald von Staksrode können bei normalen Wetterbedingungen von Rollstuhlfahrern benutzt werden, allerdings ist die Gelbe Route nicht für Menschen mit Gehbehinderungen oder Rollstuhlfahrer geeignet. 

Die Geschichte des Waldes:

Staksrode Skov hat seit 1499 zu Schloss Boller östlich von Horsens gehört, und hat zusammen mit den übrigen Wäldern des Anwesens große Bedeutung für das Schloss gehabt. Einerseits holte der Schlossherr selbst hier sein Brennholz und Baumaterial, und andererseits fanden auch die leibeigenen Bauern im Wald Brennholz und Material für Zäune. Außerdem ließen Sie ihre Schweine Eicheln und Bucheckern vom Waldboden fressen.

In den 1920er Jahren waren alleine im Wald von Staksrode acht Mann angestellt. Die Hälfte von ihnen waren Teilzeitangestellte, die im Winter im Wald arbeiteten und im Sommer eine andere Arbeit hatten, z. B. Entwässerungsgräben aushoben, Reetdächer deckten oder in der Landwirtschaft arbeiteten. Wenn der Förster in den Wald geritten kam, um die Arbeiten zu kontrollieren, war es Sitte, dass die Mütze abgenommen wurde und die Arbeiter sich verneigten.

1930 wurden alle Wälder von Schloss Boller an den dänischen Staat verkauft. Als Mitte der 30er Jahre große Arbeitslosigkeit herrschte, wurden als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme die Wege im Wald angelegt.

2018 wurde Staksrode Skov in den Naturplan der Regierung aufgenommen, und rund 13.500 Hektar Wald werden jetzt unberührt von Menschenhand bleiben. Die Auswahl ist der großen biologischen Vielfalt des Waldes zuzuschreiben, wo besonders die großen Abhänge eine einzigartige Flora und Fauna aufweisen. Umgestürzte Bäume dürfen liegenbleiben, und können von Pilzen, Insekten und anderem Kleingetier besiedelt werden. Lesen Sie hier mehr über Staksrode Skov im Fakta-Faltblatt von Naturstyrelsen.

Addresse

Staksrodevej

7150 Barrit

Facilities

Wanderweg

Wald

Markierte Routen

Informationspunkt

Grillplatz

Tische und Bänke

Shelter

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