Museum Nordsjælland - Hørsholm

Das Museum ist in einem Gebäude vom Jahre 1723 eingerichtet, unweit des alten Schlossgartens und der Kirche Hørsholm. Das Gebäude wurde ursprünglich als Wohnung für den Gutsverwalter des königlichen Lustschlosses Hirschholm gebaut. Um 1810 wurde das Schloss abgerissen, verschiedene Wirtschaftsgebäude um den Platz am Regionalmuseum Hørsholm sind jedoch erhalten.

Das Museum verfügt über eine Dauerausstellung über Gegenstände und Bilder vom Schloss Hirschholm ? das ?Versailles des Nordens? genannt wird. Schloss Hirschholm wurde im 16. Jahrhundert gebaut und galt als eines der schönsten Schlösser Europas. Dennoch wurde ihm ein trauriges Schicksal zuteil: Im Jahre 1771 diente das Schloss zum letzten Mal als königliche Sommerresidenz. Es war die erste Zeit von Christian dem VII auf dem Thron; sein Leibarzt Struensee hatte die Macht an sich gerissen und regierte das Land über den Kopf des geisteskranken Königs hinweg. Das Schloss bildete den Rahmen mehrerer skandalöser Ereignisse der damaligen Zeit; u.a. wurde das uneheliche Kind von Königin Caroline Mathilde ? mit Struensee ? während eines Aufenthaltes in Hirschholm geboren. Nach dem Sturz von Struensee 1772 wollte das Königshaus Hirschholm nicht mehr benutzen, und im Jahre 1810 beschloss Frederik der VI, das inzwischen baufällige und vernachlässigte Gebäude abreißen zu lassen.

Die Sammlungen enthalten ferner lokalhistorisches Material, das die Stadt- und Gewerbeentwicklung von Hørsholm beleuchtet.

Nach vorheriger Vereinbarung empfängt das Museum Gruppen außerhalb der normalen Öffnungszeit.