Der Baustil in Ringkøbing

Foto: Destination Ringkøbing Fjord
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Bauwerke und Städtische Umwelt
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Torvet 22

6950 Ringkøbing

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Der lokale Baustil wird durch niedrige Häuser aus dunkelroten Ziegeln, kräftigen weißen Gesimsen und großen Ziegelwalmdächern bestimmt. Diese Bauweise löste Ende des 18. Jh. das Fachwerk und die Reetdächer älterer Zeiten ab und repräsentiert die älteste Bebauung der Altstadt. Doch kann man in einigen Einfahrten und Hausteilen noch Fachwerkreste finden. Es waren die Großkaufleute der Stadt, die die neue Bauweise einführten. 

Die Zeit um 1800 wurde von den Napoleonischen Kriegen prägt. Die Kaufleute verdienten gut an der Schifffahrt und konnten ihre großen Höfe in der Algade und Østergade erneuern. In der Mitte des 19. Jh. war der westjütländische Baustil in Stadt und Land tonangebend. Die Abschaffung des Absolutismus 1849 führte zu einer neuen Form des städtischen Handelslebens. Viele Höfe und Häuser in Ringkøbing wurden nach und nach in Läden aufgeteilt und in der Algade gab es neue markante Anwesen mit zwei Etagen. Mit der Eisenbahn und der frühen Industrialisierung wurde die lokale Bauweise verdrängt.

Der Architekt Ulrich Plesner (1861-1933)
Plesner ist am bekanntesten durch Skagen und große Arbeiten in Kopenhagen. Er bekam 1905 den Auftrag die Dienstwohnung des Bürgermeisters, die Gerichtskanzlei (Dommerkontoret) und Kongevejen 10 zu bauen. Er holte sich die Anregung bei den alten Höfen der Stadt und Umgebung, damit lebte der westjütländische Baustil wieder auf. Es kamen mehr Arbeiten hinzu: das Holzgebäude am Hafen 1906, der Umbau des Højskolehjemmet 1906, das Altersheim 1907, die Schule 1910, die Bahnhöfe der Ringkøbing.

Ringkøbing-Ørnhøjbahn 1911-25, die Sparkasse in der Østergade und der Priorhof in der Vestergade 1913. Plesner wurde ein Vorbild für andere Baumeister und Architekten und Backsteinhäuser im westjütländischen Stil wurden im ganzen Land gebaut. Sein Assistent, der Architekt Kristian Jensen bekam viele Aufträge in Ringkøbing, z. B. das Gebäude des Ringkjøbing Amts Dagblad, St. Blichersvej und Nørrehus 1913.  

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