Das Märchen: “Der goldene Schuh”. Kapitel 4 Stouby - Vejle Fjord

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Rosenvoldvej 32

7140 Stouby

Ein Märchen über Trolle, Hexen und Ritter sowie die Dinge und Orte, die Sie in unseren vier abenteuerlichen Gegenden erleben können. 

Kapitel 4 - Stouby - Vejle Fjord.

Als sie am Herrenhaus von Barritskov vorbeifuhren, sagte Mutter etwas über die Aussicht, aber Vater war ganz von der Geschichte des Trolls über das Schwarze
Loch auf einer nahegelegenen Straße gefesselt. Eine Straße, die jeder bei Nacht meidet, weil es dort spukt und der Anblick so furchtbar ist, dass man seine Augen schließen muss. Vater fröstelte es bei dem Gedanken und er war erleichtert, dass es helllichter Tag war.

Sie fragten überall nach Kalf und dem goldenen Schuh.
Sie fragten auf dem Campingplatz auf den sanften Hügeln, in denen die Tagelöhner früher ihre Zwiebeln anbauten, um über die Runden zu kommen. Sie fragten auf dem Campingplatz an der Küste des Vejle Fjord und auf dem Campingplatz am Waldrand.

Am Nachmittag trafen sie eine Frau auf einem Pferd beim alten Leuchtturm, und sie sagte ihnen, dass die Burg von Kalf nicht weit entfernt sei. Sie kehrten durch einen großen Park, der an ein ehemaliges Hospital, das in ein berühmtes Kurbadehotel umgewandelt wurde, angeschlossen ist, zum Wagen zurück.

Sie fuhren in der Kutsche weiter, bis sie nach Stagesvold, der Burg von Kalf gelangten, die tief im Staksrode-Wald liegt. Sie stiegen aus der Kutsche und schauten sich das Bauwerk mit Türmen an jeder Ecke an. Sie überquerten die Brücke über den Wassergraben, der die Burg umgibt, und der Troll klopfte laut an die große Holztür. Nachdem er mehrmals erfolglos geklopft hatte, drückte der Troll gegen die Tür. Sie war schwer, aber nicht verschlossen.
„Schiebt!“ rief er seinen Reisegefährten zu. Die Tür öffnete sich so plötzlich, dass sie nach vorne fielen und übereinander auf der Türschwelle lagen. Kalf und seine Männer standen vor ihnen und richteten ihre Schwerter auf sie. „Steht auf!“ befahl Kalf, und sie erhoben sich widerwillig. „Wirf die Axt!“ rief der Troll dem Vater zu, als der Ritter und seine Männer zum Angriff übergingen.
Die Axt schien ihre Richtung selbst zu wählen. Sie flog erst auf eine Seite, um einen Mann zu treffen, dann auf die andere Seite zum nächsten und wieder zurück zum dritten. Als nur noch Kalf und ein paar Männer übrig waren, fiel die Axt kraftlos zu Boden. Kalfs Männer stürmten heran, und Ella erinnerte sich plötzlich an die Mini-Mühle. Sie griff schnell in Mutters Tasche und zog die Mühle heraus. Sie drehte die Flügel und richtete sie auf die Männer, die nacheinander umfielen. Nun war nur noch Kalf übrig.

„Wenn du wegen deines goldenen Schuhs gekommen bist, kommst Du vergebens. Ich habe ihn im Grund-Wald versteckt!“ sagte der Ritter triumphierend zum Troll. Der Troll war jetzt so wütend, dass er Kalf mit einem Fluch belegte: „Alles, was du baust, wird einstürzen!“ rief er.
„Und dich wird das gleiche Schicksal ereilen, wenn du es am wenigsten erwartest!“

Als er diese Worte aussprach, war von unten ein Donnern zu hören, und der Boden begann sich zu bewegen.
Vater rief: „Wir müssen hier weg!“ Sie liefen alle durch die Holztür und über die Brücke zur Kutsche zurück.
Benjamin war umgekehrt, um die Axt zu holen und rannte keuchend hinter ihnen her. Er hatte die Brücke gerade überquert, als die Burg einstürzte und Feuer sich wie eine goldene Decke aus dem Boden erhob.
Sie fuhren weg und sahen, wie Kalf auf seinem Pferd davonritt. „Oh nein! Er ist entkommen“, sagte Ella besorgt. Der Troll lächelte: „Mach dir keine Sorgen. Dem Fluch kann er nicht entkommen.“

Als sie im Grund-Wald ankamen, sagte der Troll: „Er muss im Guldhøj (Goldhügel) sein. Sie folgten ihm durch den Wald.
„Schhhhh!“ sagte Vater. Plötzlich wurden sie von einem Rudel furchterregender, knurrender Hunde umschwärmt. Ella versteckte sich hinter ihrem Vater, als die Hunde immer näher kamen. Mutter band den goldenen Faden schnell an einen Baum, und Vater zog daran und band ihn an einen anderen, sodass er sie von den Hunden trennte, die darüber stolperten und sich in Luft auflösten. Ein großer, grün gekleideter Jäger erschien auf seinem Pferd und ritt mit erhobenem Schwert auf sie zu. „Die Axt!“ schrie der Troll. Vater warf die Axt gerade in dem Moment, als der Troll vom Schwert getroffen wurde und zu Boden sank. Die Axt traf den Jäger der verschwand wie Schnee in der Sonne.

Sie liefen zum Troll hin. „Ich bin in Ordnung, es ist nur ein Kratzer“, sagte dieser. „Du wirst dich erholen“, lächelte Mutter.
Sie stellten ihn auf die Füße. „Lass uns den Schuh holen“, sagte Vater und zwinkerte Ella zu.

Der Troll erhielt seinen Schuh zurück und die Familie bekam eine Tasche voll Gold und lebte glücklich bis ans Ende ihrer Tage und erzählten jedem, der es hören wollte, von ihren Abenteuern.

An jedem folgenden Tag baute Kalf seine Burg wieder auf, und jede Nach stürzte sie wieder ein. Schließlich gab er auf und baute stattdessen die Burg Rosenvold am Wasser.

Eines Tages stand Kalf auf der Spitze eines Felsens am Fjord und war auf der Ausschau nach Schiffen, die er plündern konnte, als der Abhang unter ihm einstürzte und ihn in die Tiefe riss - niemand sah ihn jemals wieder. Auf dem Felsen lastet ein böses Schicksal, und seither sind dort viele tragische Dinge geschehen. Man sagt, dass der Fluch nur dann aufgehoben wird, wenn jemand dort eine gute Tat vollbringt oder sein eigenes Leben riskiert, um das Leben eines anderen zu retten.


Rosenvold steht heute noch.

Ende.

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