Das Märchen: “Der goldene Schuh”. Kapitel 1 Der Fluss Gudenaa

Foto: Gert Skærlund
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Gudenåen

7160 Tørring

Ein Märchen über Trolle, Hexen und Ritter sowie die Dinge und Orte, die Sie in unseren vier abenteuerlichen Gegenden erleben können.

Kapitel 1 - Gudenåen, Uldum und Tørring.

Es war ein wunderschöner Frühlingstag auf der Ochsenweg (Hærvejen). Die Vögel sangen in den Baumkronen, als Benjamin mit wippendem, dunklem Haar durch den Kies sprang. „Warte auf mich!“ rief Ella, Benjamins achtjährige Schwester. Benjamin war zwei Jahre älter und sehr abenteuerlustig. Mutter und Vater waren zurückgeblieben, und plötzlich tauchte vor ihnen ein Troll auf, der weinte. Vater fragte ihn, wieso er weinte, und der Troll sagte schniefend: „Jemand hat meinen goldenen Schuh gestohlen. Helft mir, ihn zu finden, und ich gebe auch Silber und Gold.“ Benjamin klatschte begeistert in die Hände und rief: „Auf geht’s!“

Die Familie und der Troll gingen zur Quelle des Flusses Gudenå. Ella bemerkte drei große Becken aus Beton auf der Wiese und fragte den Troll danach. „Das sind die Überreste von Dänemarks erstem Wasserpark. Er hatte einst Sprungbretter, Wasserrutschen, ein Karussell, Springbrunnen und einen Pavillon. Er wurde nach einem Unfall im Jahr 1947 geschlossen.“ Sie suchten dort eine Weile und gingen dann weiter, vorbei an einem großen Blumenpark mit atemberaubend blühenden Rhododendren.

Schließlich kamen sie zu einem historischen Dorfmuseum in Hjortvang. Sie fragten den Mann dort, ob er einen goldenen Schuh gesehen hätte. „Nein“, sagte dieser, „aber nehmt das hier mit auf eure Suche.“ Er gab Vater eine alte Axt und fuhr fort: „Dies ist eine besondere Axt, die Geister tötet.“ Sie dankten ihm und setzten ihre Suche fort.

Auf der Brücke über den Gudenå machten sie eine Pause und schauten zu, wie Kanus zu Wasser gelassen wurden.
Das Lachen und die aufgeregten Stimmen von Kindern und Erwachsenen erfüllten die Luft. Die Familie und der Troll verteilten sich auf zwei Kanus und paddelten den Fluss entlang. Im Moorgebiet bei Uldum Kær zogen sie die Kanus ans Ufer und gingen zu Fuß durch den Nationalpark weiter, während sie wie vom Kanuvermieter versprochen das Tierleben beobachten konnten.

„Warum hat der Gudenå so viele Schleifen?“ fragte die Mutter den Troll. „Nun“, sagte er, „es gab einmal einen Halbgott namens Gudar, der ein wunderschönes Mädchen namens Else entführte. Gudar band sie an seinen von Pferden gezogenen Wagen und lenkte die Pferde hin und her, um seine Verfolger abzuschütteln.
Elses Vater bat den Weisen von Tørring, ihm bei der Ergreifung von Gudar zu helfen. Zuerst schickte der Weise das Feuer hinter Gudar her. Aber er konnte das Feuer nicht beherrschen und verbrannte sich die Hände. Deswegen sammelte er alle Ströme und Bäche, deren Kraft den Boden aufriss und große Täler schuf. Schließlich erreichte das Wasser Gudar, der ertrank, während Else und die Pferde gerettet wurden“. Ella lachte: „Das war eine lustige Geschichte“, und ihre Mutter stimmte ihr zu.

Ihre Wanderung führte sie zu einer alten holländischen Windmühle, die Bio-Mehl mahlte und als lokalhistorisches Museum diente. Der Müller hatte keinen goldenen Schuh gesehen, aber er gab Ihnen eine Miniaturversion der Mühle und flüsterte: „Sie kann jede böse Kreatur wegblasen“. Sie dankten dem Müller für seine Freundlichkeit und gingen weiter.

In Korning fanden sie neben der Straße einen gemütlichen Gasthof und kehrten dort die Nacht über ein.
Am Morgen fragten Sie den Gastwirt während des Frühstücks, ob er einen goldenen Schuh gesehen habe. „Nein, ich selbst nicht, aber ich habe von einem goldenen Schuh weiter im Osten gehört“. Der Troll sprang auf: „Lasst uns aufbrechen!“

Fortsetzung.....

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