Kopenhagens neue Hafenfront

Das neue Schauspielhaus in Kopenhagen
Kopenhagen und ganz besonders seine Hafenfront haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Und immer noch wird im südlichen und nördlichen Teil des Hafens gebaut.

Kopenhagens alter Fähr- und Industriehafen im Stadtzentrum ist in seiner ursprünglichen Form verschwunden und vor die Stadttore gewandert. Stattdessen entwickelte und entwickelt sich das citynahe Hafenquartier zu einem Kraftzentrum für für Arbeit, Wohnen, Kultur und Freizeit. Sie glauben, dass Sie Kopenhagen kennen? Dann sollten Sie unbedingt den Hafen und seine neuen Viertel erkunden – dort findet man immer wieder architektonische Neuheiten.

 Den ganzen Hafen erkundet man am besten vom Wasser aus. Nehmen Sie beispielsweise einen der gelben Wasserbusse oder fahren Sie mit einem Sightseeingboot durch die Kanäle und den Hafen. Es gibt darüber hinaus geführte Touren vom DAC mit Schwerpunkt Architektur Kopenhagens. Ihr eigenes Tempo bestimmen Sie bei einem podwalk.

 

Die Oper und Holmen

Kopenhagens großes Opernhaus  liegt auf Dokøen auf der Insel Holmen, gleich gegenüber von Nyhavn. Entworfen wurde Operaen, so der dänische Name, vom weltbekannten Architekten Henning Larsen. Das 2005 eingeweihte Opernhaus gehört zu den modernsten seiner Art weltweit. Ihre Akustik ist eine Klasse für sich. Ihr Inneres ist ausgeschmückt mit Werke bekannter dänischer und nordischer Künstler. Das große Foyer der Oper Richtung Wasser sowie Operncafé und Restaurant sind täglich für alle Besucher geöffnet.

Holmen ist auch die Adresse zahlreicher anderer Kulturinstitutionen. Hinter der Oper liegen beispielsweise die Königlich Dänische Akademie für Kunst, Architektur, Restaurierung und Design, das Rhythmische Musikkonservatorium, die Filmschule und die Staatliche Theaterschule.

 Die frühere dem Militär gehörende Torpedohalle wurde in außergewöhnliche Eigentumswohnungen umgewandelt. Die neuen Genossenschaftssiedlungen Halvtolv besitzen eigene Bootsanlegestellen. Und in den alten Kanonenbootscheunen haben sich Kreativunternehmen angesiedelt. Ein In-Treff liegt an der äußersten Spitze von Refshaleøen: die Strandbar Halvandet mit Liegestühlen und Blick aufs Wasser.

 

Christianshavn

Ganz im Norden des traditionsreichen Kopenhagener Stadtteils Christianshavn, der von der Innenstadt aus über Brücken fußläufig zu erreichen ist, liegt der Nordatlantische Kai, dän. Nordatlantiske Bryggen. Dort beherbergt ein historisches Lagerhaus von 1767 die Isländische Botschaft sowie die diplomatischen Vertretungen von Grönland und den Färöer-Inseln. Für die Öffentlichkeit finden hier regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu den nordatlantischen Ländern statt.

 m kleinen Hafen Trangraven sowie am Christianshavn Kanal liegen einige gemütliche Hausboote. Auch schwimmende Restaurants liegen hier. Im alten Dock, dän. Gammel Dok, in der Strandgade liegt das Dänische Architektur Center (DAC), über dänische und internationale Architektur informiert. Auch Wechselausstellungen finden hier statt.

 Christiansbro ist der Name eines neuen Stadtteils, der sich rund um die Christianskirche am Ende der Strandgade auf einem früheren Industrieareal entwickelt hat. Die Gebäude an der Hafenseite wurden vom Architektenbüro Henning Larsen entworfen. Sie sind Hauptsitz einer Großbank. Die exklusive Wohngegend wird durch Kanäle durchschnitten, die ins Meer münden.

 

Islands Brygge

Dicht an der Brücke Langebro, die Kopenhagens Zentrum mit den Stadtteilen auf der Insel Amager jenseits des Hafens verbindet, liegt  Islands Brygge Folkepark. Im innerstädtischen Naherholungsgebiet spielt sich vor allem im Sommer das Leben ab. Hier kann man ein Sonnenbad gemeinsam mit Kopenhagenern genießen. Oder ein Runde im populären Hafenbad schwimmen.

 Südlich des Folkeparks ist ein neuer Stadtteil namens Havnestaden entstanden. Zu seinen markantesten Gebäuden gehört das alte Getreidesillo, welches unter dem Namen Gemini in attraktive Wohnungen umgebaut wird.

 Nokken liegt am Ende von Islands Brygge. Wer hier lebt, sucht den Kontrast zum mondän-schicken Leben weiter nördlich.

 

Von Nordre Toldbod bis zum Hafenstraßenviertel

Von Nordre Toldbod aus fahren Ausflugsboote hinaus zur Königlichen Yacht Dannebrog, die oft draußen vor Anker liegt. Richtung Süden liegen der Hauptsitz der Reederei A.P. Møller, alte Backstein-Lagerhäuser – die heute zum Wohnen dienen – sowie das frühere Westindische Packhaus. Heute beherbergt es die Königliche Abgusssammlung mit antiken Skulpturen aus 4000 Jahren Skulpturgeschichte.

 Vom Park Amaliehaven aus blickt man zur einen Seite auf Schloss Amalienborg und dahinter die Frederiks- oder Marmorkirche. Auf der jenseitigen Hafenseite liegt die neue Oper. Zwischen Amaliehaven und der Flaniermeile Nyhavn und ebenfalls in Sichtweite liegt auch Kopenhagens neues Schauspielhaus, das 2007 eingeweiht wurde.

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